Kuehn und Kreativ Kritiken



Was andere meinen...


Herrlich frech und ironisch spielt Kühn die Maria. Ihr ganzer Körper vibriert vor Gier, dem aufgeblasenen Malvolio eins auszuwischen. (Achimer Kurier, 2001, zu WAS IHR WOLLT, die Rolle MARIA)


Cassius - brillant gespielt von Sylvia Kühn - zieht zuerst Brutus in das Verschwörernetz, dann Casca. ... (Westfälische Nachrichten, 2000; zu JULISUS CÄSAR, die Rolle CASSIUS)


Sylvia Kühn spielt sich an ihrer Rolle geradezu seelenwund, bis sie am Ende echte Tränen um das Leid ihrer Figur vergießt. Und das Bild vom Echo der Gewalt, wie sie nach der Untat zerschlagen an sich herabblickt, ihren Roch spreitet, sich bebend hinein sinken lässt wie ein Vogel in sein Gefieder, sich schützen will vor dem, was längst mit ihr geschehen ist, wird einem noch lange im Kopf herumspuken. (Nordwest-Zeitung, 1999, zu DIE SCHÄNDUNG DER LUCRETIA, die Rolle LUCRETIA)


Sylvia Kühn, die eben noch in der Rolle der vom Schmerz um Hamlet und Ophelia zerrissenen Herrscherin glänzte, besticht hier als Totengräber durch ihre Wandlungsfähigkeit. (Weser Kurier, 2000, zu HAMLET, die Rollen GERTRUD und TOTENGRÄBER)


Die verführungslustige Herbergswirtin, in der Goldoni einen „weiblichen Don Juan" porträtierte, gibt im heutigen Kontext, mit der exzellenten Sylvia Kühn, ein gewitzt emanzipiertes Weibsstück ab. Bild-satte Commedia dell´arte amüsant hinübergezogen ins zeitgenössisch-improvisierende Theater. (Münchner Merkur, 1997, zu MIRANDOLINA, die Rolle MIRANDOLINA)




Und wenn Sylvia Kühn als Martirio ihre Hässlichkeit wie einen verborgenen Schatz hütet, ist gewiss: Die Hilflosigkeit dieser Verlorenen macht sie im höchsten Maße liebenswert. Ein Geheimtipp mit Seltenheitswert. (Stadtblatt, Wien, 1997, zu BERNADA ALBAS HAUS, die Rolle MARTIRIO)


So hat es die drollige Sylvia Kühn ziemlich leicht, alle anderen an die Wand zu spielen. Wären wir Impresarios, würden wir sie glatt engagieren. (Süddeutsche Zeitung, 1995; zu DER IMPRESSARIO ZU SMYRNA, die Rolle TOGNINA)


Einfach himmlisch anzuschauen ... Sylvia Kühn als eifersüchtige Möchtegern-Primadonna, herrlich kindisch, kichernd, heulend, kreischend und zappelnd. (Applaus, 1996, zu DER IMPRESSARIO ZU SMYRNA, die Rolle TOGNINA)


Eine Slapstick-Groteske par excellence: Signora Tognina (glänzend Sylvia Kühn) taumelt zwischen Charme und Hysterie, Wut- und Lachanfällen. (Münchner Abendzeitung, 1995 , zu DER IMPRESSARIO ZU SMYRNA, die Rolle TOGNINA)


Sylvia Kühn spielt ein perfektes Flittchen, scheinnaiv und berechnend, gefühllos und triebhaft, egoistisch, egozentrisch und erst zufrieden, wenn sie Eveline in allen Beriechen in die totale Abhängigkeit gedrängt hat. (Münchner Merkur, 1995, zu EIN HELLER KOPF, die Rolle MIETZI)


Das bislang biedere Heimchen entdeckt die Frau in sich und wird zur femme fatale der Tiroler Berge. Sylvia Kühn vollzieht diese Wandlung psychologisch genau, lässt ihre dunklen Augen ganze Bände sprechen. Dieser „Weibsteufel" vibriert vor neu erwachtem Lebenshunger. Eine Siegerin. Teuflisch gut. (Süddeutsche Zeitung, 1993; zu DER WEIBSTEUFEL, die Rolle DAS WEIB)


Hold erblühen kann die erstaunliche Sylvia Kühn für den echten Mannskerl, übermütig bespringt sie ihn, doch in ihren Augen wabert dunkles Brüten. (Münchner Abendzeitung, 1993, zu DER WEIBSTEUFEL, die Rolle DAS WEIB)


Sylvia Kühn als Adela, die Jüngste der Schwestern, spielt ihren Part am überzeugendsten; an ihr vor allem wird das Unnatürliche der Situation, die aufgestaute sinnliche Energie, spürbar. Es gelingt ihr, dem aus dem Kerker der Konvention ausbrechenden Mädchen einen echten Schuss Aufruhr ins Blut zu geben. (Allgäuer Zeitung, 1991, zu BERNADA ALBAS HAUS, die Rolle ADELA)


Sylvia Kühn, barfuss, mit verlorenem Blick und Tränen in den Augen, ist ein Ereignis. (Süddeutsche Zeitung, 1989, zu DIE FRAU IM FENSTER, die Rolle DIANORA)


Herrlich Sylvia Kühns verkrampfter Frohsinn - the show must go on, auch wenn es nichts mehr zu sagen gibt. (Applaus, 1989, zu KOMM SCHAU MIR IN DEN SCHÄDEL, die Rolle EMILIE)